Warum ich die Bild-Zeitung komplett ignoriere (und Du das auch tun solltest)

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Kai freut sich: Über seine Zeitung und ihre neue Kampagne diskutiert wieder mal das ganze Netz. Wie eigentlich mit jeder größeren Kampagne seiner Zeitung hat er es in die Köpfe aller Facebook- und Twitternutzer geschafft. Auch ich habe davon erfahren, mehrfach fand das Thema durch verschiedene Kontakte und Freunde seinen Weg zu mir. Darüber spricht Deutschland. Warum ich die Bild-Zeitung komplett ignoriere (und Du das auch tun solltest) weiterlesen

Ohne Zähne und Klauen (2): Die Implantat-Operation

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Ein persönlicher Zwischenbericht betreffend meine über Jahre verdrängten Zahnprobleme, die schließlich in einer gleichermaßen kostspieligen wie unvermeidlichen Zahnarzt-Odyssee mit dreifacher Implantat-Operation endeten.

Der Anfang

Nach meinem ersten Artikel zum Thema “Zähne” entschied ich mich zunächst für den klassischen Weg, den man als echter Kerl und Dinge anpackender Problemlöser einschlägt: Ich tat erst mal gar Nichts. Ohne Zähne und Klauen (2): Die Implantat-Operation weiterlesen

Die Musik-Fundgrube: Übersehene Black Metal-Alben der 00er und 10er (II)

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Aus der Kategorie Zeug, das keiner kennt: In meiner kleinen Musikfundgrube gibt es heute zum zweiten Mal ein paar hervorragende Black Metal-Alben zu entdecken, die deutlich zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Der erste Teil der Reihe findet sich hier.

Es gab in der Musikgeschichte selten einen besseren Zeitpunkt, ein Black Metal-Hörer zu sein als die Gegenwart: Das noch immer junge Genre, das in seiner heutigen Form gerade erst zwanzig Jahre alt geworden ist, ist in besserem Zustand als je zuvor. Der ideologische Ballast wurde weitestgehend abgeworfen, Vorurteile wurden abgebaut, die Bands haben sich in verschiedenste Richtungen entwickelt, kommen aus aller Welt und selten zuvor erschienen jedes Jahr so viele hochwertige Veröffentlichungen. Die Musik-Fundgrube: Übersehene Black Metal-Alben der 00er und 10er (II) weiterlesen

Bestehen weit fortgeschrittene Zivilisationen immer aus intelligenten Maschinen?

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Vor einer Weile stieß ich via Twitter auf ein interessantes Positionspapier namens “Alien Minds” der US-Philosophin Susan Schneider. Es beginnt mit der Hypothese, dass fortgeschrittene Zivilisationen an anderen Orten im Weltraum in den meisten Fällen aus superintelligenten Maschinen bestehen und nicht mehr aus organischen Lebensformen (“post-biological”) und geht vor allem der Frage nach, ob und wie Maschinen sich ihrer selbst bewusst sein können.

Das Thema liess mich, nachdem ich es zunächst für mit Unsinn (i.e. sehr weit hergeholten Schlussfolgerungen) durchtränkt hielt, eine ganze Weile nicht mehr los. Der eigentliche Hauptteil des Papers (der Teil über Maschinenbewusstsein) war allerdings gar nicht vorwiegend interessant für mich, viel mehr fand ich die Frage spannend, wie vom Ausgangspunkt “biologische Lebensform” die Entwicklung zu einer Maschinenzivilisation verlaufen könnte, eine Frage, die ich in dem Paper nur sehr unzureichend beantwortet fand. Bestehen weit fortgeschrittene Zivilisationen immer aus intelligenten Maschinen? weiterlesen

Ich nenne es Sternweh

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Früher empfand ich beim Nachdenken über die Gesamtheit dessen, was ist, ein Gefühl, das man mit “Demut vor der Größe des Universum” umschreiben könnte. Ich konnte in meinem winzigen 150-Seelen-Kaff in Bayern, in dem die Lichtverschmutzung noch sehr gering ist, weil während des täglich wiederkehrenden Zeitraums, in dem sich Europa auf der von unserer Sonne abgewandten Seite des Planeten befindet (“Nacht”), alle Leute ihre Lichter löschen und es nur drei Straßenlaternen und zwei andere Käffer in fünf Kilometern Entfernung gibt, in denen das genauso ist, ins Freie gehen, einen Liegestuhl nehmen, den Blick nach oben richten, die von uns aus sichtbaren Sterne der insgesamt 100 bis 300 Milliarden Sterne umfassenden Milchstraße (drücken Sie bei dem Link ein paar Mal auf das Plus-Symbol in der oberen Ecke) in Ruhe betrachten und mich dabei sehr klein und unbedeutend fühlen. Ich nenne es Sternweh weiterlesen

In eigener Sache: Anderswo. (4)

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Der Selbstdokumentation halber: Eine unvollständige Sammlung von Dingen, die ich in der letzten Zeit an anderer Stelle verbrochen habe.

Kunstprojekte: Ich habe einige neue Sachen gemacht, vor allem habe ich den dritten Teil meiner Fraktal-Reihe fertiggestellt. Ooze.Xothoth (Zyklus III) wird mutmaßlich auch der letzte Teil dieser Serie sein, denn diese Bilder sind einfach irre zeitaufwendig. In eigener Sache: Anderswo. (4) weiterlesen

Komplett-Review: Alle Alben von Emperor

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In der Reihe “Komplett-Review” rezensiere ich die vollständige Discographie von Bands oder Solokünstlern in chronologischer Reihenfolge. Die Bewertung erfolgt auf einer Skala bis 10 Punkten. In der heutigen Folge: Die Geschichte einer Band aus Norwegen, die ein neues Musikgenre mitbegründet und über den Verlauf von zehn Jahren permanent weiterentwickelt.

In The Nightside Eclipse (1994)

In The Nightside EclipseLiest man in einer beliebigen Publikation einen Artikel über die Anfänge des Black Metal, dann fallen fast immer Namen wie Venom, Celtic Frost oder Bathory. Tatsächlich sind jene Bands mit der Geschichte des Black Metal eng verwoben, es handelt sich dabei allerdings mehr die Großväter oder die Paten des Genres, um Metal-Acts, die in ihrer aktiven Zeit mit unterschiedlichen, eher ungewöhnlichen Stil-Elementen und Bühnendarstellungen experimentierten und dadurch den ersten Funken überspringen ließen auf einen zunächst noch recht überschaubaren Kreis junger Leute aus Norwegen. Komplett-Review: Alle Alben von Emperor weiterlesen