Kurz Notiert (1)

notiert

(1) Die Änderungen der Twitter-API-Policy werden Favstar nicht betreffen, das vermeldet Favstar. Twitter sagt, dass Favstar eine von den guten Apps ist. Ich sage: Eigentlich fast schade, dass die ihr Konzept nicht ändern müssen. Favstar bringt die guten Twitterer dazu, sich permanent mit Favs zu beschäftigen, statt damit, gute Tweets zu schreiben. Diese Zahlen und Likefunktionen, die im ganzen Internet verteilt sind, verändern auch die Art, wie man selbst schreibt. Niemand kann mir erzählen, dass es ihn nicht in irgendeiner Art beeinflusst, wenn er einmal für einen humoristischen Artikel 400 Likes/Favs/Herzchen/Whatever bekommen hat, für ein ernsthaftes und komplexes Anliegen aber nur einen „Hä?“-Kommentar.

(2) Quote.fm ist eine Plattform, die ich inzwischen fast jeden Tag besuche. Ich war zu Beginn skeptisch, ob genug Leute zusammenkommen werden, die den Dienst ernsthaft benutzen und auf die gleiche Weise verstehen. Jetzt bin ich nicht mehr skeptisch. Quote.fm startet mit mir in den Tag. Quote.fm wird der Grund, warum ich mein iPad bald wieder benutzen werde. Quote.fm hat ein hübsch unaufdringliches Design. Quote.fm liefert mir gute Texte, auch wenn sie teilweise sehr techlastig sind. Quote.fm vertreibt alle Sorgen. Quote.fm ist die Taube auf den Dach, Quote.fm ziept nicht in den Haaren.

(3)
Hat Julian Assange in dieser Botschaft eigentlich ein eigenes Zimmer und ein eigenes Bad? Oder kommen die Botschaftsangestellten jeden Morgen rein, in der Ecke irgendeines Büros steht ein Klappbett und sie wecken Julian auf, der sich erstmal in der Toilette für die Mitarbeiter die Zähne putzen geht, sich am Waschbecken wäscht, danach frühstückt und dann den ganzen Tag (ja, was eigentlich?)?

(4)
Wenn sich Blogger in in ihren Blogs miteinander streiten, dann merke ich manchmal plötzlich, wie peinlich das ist und schäme mich dann, dass ich mich in meinen Tweets oft auch auf soetwas beziehe. Da keifen sich Menschen in langen Artikeln über die richtige Verwendung von Kindergartenfäkalvokabular an und sind auch noch ernsthaft davon überzeugt, dass das noch irgendetwas mit ihrem eigentlichen Anliegen Feminismus zu tun hätte. Oder sie werfen sich gegenseitig die Äußerungen in einzelnen Tweets vor. Ich möchte dieses Zeug eigentlich gar nicht mehr mitkriegen und Pipi fühlt sich außerdem diskriminiert, dass sie bei der Kackscheiße nicht dabei sein darf.

(5)
In letzter Zeit stolpere ich immer wieder über Texte im gleichen Bloglayout. Dann die Feststellung: Es ist eine eigene und geschlossene Plattform, die sich Svbtle nennt. Hier dürfen nur Elitetechschreiber aus Amerika schreiben. Mir fällt auf: Die scheinen sich dort viel mehr mit Inhalten und Ideen als mit Personen und Shitstorms zu beschäftigen, dort habe ich einiges an guten Texten gelesen, trotz des auf den ersten Blick abschreckenden Konzepts.

Ach komm, erzähl mir nix (oder doch)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s