Blogs I Read (3)

Meine Empfehlungen lesenswerter Blogs aus allen Kategorien, denn Facebook, YouTube und Spiegel Online sind nicht „das Internet“. Vorherige Artikel aus der Reihe: Eins, Zwei.

Brain Pickings
(Literatur, Kultur, Wissenschaft)

brainpickings_iconSehr lohnenswertes und magazinartiges Kulturblog, das allerdings auch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit verlangt als das typische Blog. Auf Brain Pickings präsentiert die Autorin Maria Popova sehr regelmäßig (zeitweise bis zu mehrfach täglich) hochinteressante Fundstücke aus Literatur, Musik, Wissenschaft, Philosophie und Kunst, oftmals anhand von Buchrezensionen und mit ausführlichen Zitatpassagen. Die Artikel sind meist recht lang, aber gleichzeitig auch mit reichlich Bildmaterial und einem vielseitigen Textlayout versehen und dadurch sehr viel einfacher zu konsumieren als reiner Text. Brain Pickings ist eines der wenigen Blogs, für deren Nutzung ich ohne zu zögern regelmäßig Geld bezahlen würde (was ich in Form von mehreren Paypal-Spenden auch bereits getan habe).

Deus Ex Machina (Internet, Journalismus, Medien)

deus_iconVorwiegend textlastiges Mehrautorenblog über „göttliche Internetmaschinen neuester Art“, das bei der FAZ von einer Handvoll Altblogger (unter anderem Don Alphonso und Teresa Bücker) geführt wird und regelmäßig tiefer als nur an der Oberfläche das Internet, seine Entwicklungen und Protagonisten kritisch oder gerne auch mal satirisch seziert. In Deus Ex Machina wird nicht selten ein völlig anderer oder komplett neuer Standpunkt eingenommen als der, den man von Twitter, Facebook und Co. bereits kennt, was das Blog zu einer sehr relevanten Stimme des Diskurses macht. Leider erscheinen auf Deus Ex Machina maximal ein bis zwei Artikel pro Woche, dafür darf man sich aber fast sicher sein, hier keine krawalligen Schnellschüsse, sondern richtig guten, hintergründigen Lesestoff zu finden.

Abduzeedo (Design, Photographie, Illustration)

abduzeedo_iconEine schier endlose Schleuder an Inspirations- und Kunstlinks, die jeden Tag mehrere Artikel publiziert, fast immer Bildpostings. Inhaltlich ist Abduzeedo eher auf Design ausgerichtet, aber auch Photographie und Illustration werden auf dem Blog oft gefeatured, wenn dort auch weniger klassische Fine Art, sondern mehr offenkundige Blingblingwow-Fundstücke vorkommen. Kernstück des Blogs sind die verschiedenen, wiederkehrenden Rubriken: Apps der Woche, kostenlose Texturen, Typographie-Serien, Tägliche Inspirationssammlungen, Best of the Week und interessante Free Font-Veröffentlichungen haben dort jeweils einen eigenen Bereich. Ich schaffe es selten, mir alles anzugucken, was auf dem Blog passiert, aber durch die Sortierung und die eindeutigen Überschriften bekommt man schon im Feedreeder einen recht guten Überblick darüber, welche Inhalte sich sich für einen lohnen.

Bonustipp: How to Start a Blog

Der Klassiker, aber auch der komplizierteste Weg: Eine eigene Domain kaufen und dort WordPress installieren. Wer sein Blog ernsthaft und langfristig betreiben will, der wählt irgendwann in jedem Fall diese Option, um die komplette Kontrolle über sein Blog und seine Daten zu haben. Inzwischen bietet WordPress aber auch die Möglichkeit an, sein Blog direkt dort zu hosten und eventuell später auf eine eigene Domain umzulegen (beispielsweise ist dieses Blog vorläufig bei WP gehostet, bis mir eine elengante Lösung dafür einfällt, es mit meinem Hauptblog fusionieren zu lassen). Für den schnellen Einstieg, ein Zweitblog oder zum Ausprobieren ist auch Tumblr eine ganz gute Alternative. Account anlegen, Theme auswählen, fertig. Nachteile sind dabei, dass kein richtiges Kommentarsystem existiert, Sharing-Buttons nicht wirklich eingebunden werden können und die dortige Community etwas, äh… „spezialisiert“ ist (vor allem darauf, keine eigenen Inhalte zu produzieren, sondern nur lustige Bildchen weiterzuverteilen). Wen das nicht stört, der findet dort einen schnellen Zugang zum Bloggen. Fast genauso einfach wie Tumblr ist auch das zu Google gehörende Blogger, das allerdings in seiner ganzen Oberfläche und den Themes deutlich altbackener wirkt.

3 Gedanken zu „Blogs I Read (3)“

  1. Hi,

    DEM kannte ich auch schon und Abduzeedo habe ich kennengelernt durch Pixelmator Tutorials. Beides wirklich tolle Blogs.

    Der erste entspricht jetzt nicht so meinen Interessen sieht aber ganz nett aus.

    Blog – ich wuerde sagen, Du hast den „einfachen“ Weg beschrieben und nicht den kompliziertesten. Ein komplizierter Blog ist einer der aus TextDateien und einem Template statische Webseiten generiert die ueber Dropbox synchronisiert werden. Da ist schon mehr Aufwand. WordPress entpacken und die Datenbankdaten eintragen ist jetzt nicht so schwer. Daher gibt es auch so viele WP-Blogs :-). Das ist auch gut so. Jeder soll schreiben und seine Meinung verbreiten.

    Viel Spaß beim lesen.

    mfgcb

      1. Ich bin ja weg von WP. Nutze Textdateien mit Markdown und ein python Programm welches mir mit Hilfe vonTemplates meine Webseite generiert. Die Dateien liegen in der Dropbox und so kann ich von allen Geraeten weltweit (mit und ohne Internet) darauf zugreifen.

        Gut ich gebe zu, ich muss mich (moment noch) per SSH auf den Server einloggen und das Script starten welches die HTML Dateien generiert, aber das liese sich auch automatisieren. Irgendwie unter den ersten zehn Punkten meiner ToDo-Liste.

        Achso, Tumblr und Blogger bieten reichlich Sharing Zeugs. Und selbst wenn keine Buttons vorhanden sind, wer einen Beitrag teilen will, der kopiert die URL und fuegt sie in den verschiedenen Netzwerken ein. Wer das nicht schafft, der will auch nicht wirklich teilen. Meine Meinung.

Ach komm, erzähl mir nix (oder doch)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s