Digitaler Katastrophentourismus

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Das wird ein Rant. Gestern sind in Boston zwei Bomben in der Zuschauermenge eines Marathons explodiert, drei Menschen wurden getötet, knapp 180 zum Teil sehr schwer verletzt. Ich habe zuerst auf Twitter davon erfahren und anschließend beobachtet, wie die Nutzer auf verschiedenen Social Media-Kanälen dieses Ereignis verarbeitet haben. Mir wurde im Verlauf des Abends beinahe körperlich schlecht von den Tweets und Postings aus den folgenden Kategorien.

I. Newsgeile Voyeur-Expertise.

Nein, Du bist kein Journalist, wenn Du Twitter zur Recherche bedienen kannst (i.e. auf ein Hashtag klicken), dutzende Links von ein paar amerikanischen Augenzeugen übernimmst und mit reißerischen Headlines in Deinen eigenen Feed auf irgendeiner Plattform wirfst. Du bist nur ein Idiot, der zu viel vor dem Computer sitzt, sich insgeheim „freut“, wenn man was Aufregendes passiert und es als Gelegenheit benutzt, Boulevardzuschauerreporter zu spielen, der direkt am „Puls der Zeit“ ist. Würdest Du im echten Leben zu einem Unfall laufen und Deinen Freunden minutiös per SMS mitteilen, was Du gerade grauenhaften Dingen beobachtest? Merkst Du noch was?

Noch schlimmer bist Du, wenn Du zu denen gehörtest, die sich dazu berufen fühlten, gleich noch ihre Meinung oder eine Theorie darüber anzufügen, was dort passiert sein muss, zu einem Zeitpunkt, an dem absolut niemand irgendetwas wusste. An diesem Ort sind gerade Menschen gestorben und Du erklärst der Welt in 140 Zeichen in 6500 Kilometern Entfernung auf dem Stuhl vor Deinem Rechner sitzend, was da vor sich geht und wer Schuld hat? Ich verachte Dich.

II. Photos der Opfer verbreiten

Noch schlimmer waren die Bilder. Quasi im Minutentakt wurden zum Teil sehr explizite Bilder von verstümmelten Menschen in meine Timelines gespült, zum Teil auch gesammelt auf irgendwelchen räudigen Klatschseiten und Blogs. An der Stelle wurde ich etwas sprachlos. Nicht, dass es nicht schon schlimm genug ist, wenn irgendwelche Arschlöcher dort Minuten nach dem Unglück mit ihren Kameras und Smartphones herumlaufen und gnadenlos aus nächster Nähe auf Menschen draufhalten, die gerade beispielsweise ihre Beine verloren haben und diese Bilder wie Trophäen ins Internet blasen, nein, die Photos werden auch noch ohne jedes Hinterfragen weiterverbreitet. Abartig. Zum Teil konnte man zusehen, wie die Leute erst nach dem Verbreiten des Links nachgedacht haben und noch schnell ein „Vorsicht: krasse Bilder“ hinterherschoben.

Ich erinnere mich noch sehr gut an die Empörung, als die Bild-Zeitung nach dem Unglück auf der Loveparade Photos der (zum Teil abgedeckten) Leichen auf die Titelseite druckte und den darauf folgenden, riesigen Aufschrei, der durch das Netz ging. Das ist keine zwei Jahre her. Ist in der Zwischenzeit jeder Bild geworden? Ist das der „Post-Privacy-Effekt“ und das Ergebnis der „Sharing-Culture“? Wenn ja, dann verzichte ich gerne darauf, ein Teil davon zu sein.

III. Verschwörungstheorien

Mindestens genau so ekelig, aber zusätzlich einfach nur hochgradig lächerlich: Leute, die irgendwelche Unstimmigkeiten und Details in den Photos zu finden glaubten, auf eine Facebookseite verlinkten, die angeblich das Attentat vorhergesagt hat (dutzendfach gesehen) oder bereits wussten, dass Muslime oder gar Koreaner (zum Teil auch als „Witz“ gedacht, siehe Punkt 5) hinter dem Unglück stecken. Man könnte diese Leute mit etwas gutem Willen noch als gewöhnliche Idioten durchgehen lassen, die man überall findet und die einfach zu unreflektiert sind, um derartigen Müll zu unterlassen. Ärgerlich sind sie dennoch und ich werde nicht damit aufhören, sie darauf hinzuweisen, dass es einfach nur dumm ist, so zu agieren.

IV. Unglücke gegeneinander aufwiegen

In solchen Fällen immer wieder besonders perfide sind dann noch die Kandidaten, die glauben, dass sie ihr Arschlochtum im Deckmäntelchen pseudo-intelligenter „Medienkritik“ an den Mann bringen und oberschlau verkünden müssen, was in den letzten Wochen sonst noch für Unglücke passiert sind, „über die natürlich niemand berichtet“. In den Augen dieser Leute sind ein paar Tote und hunderte Verletzte bei einer Bombenexplosion offenbar nichts wert, denn es sterben ja dauernd irgendwelche Leute und wer denkt schon an die hungernden Kinder in Afrika? Ich kann mit einer derartig tiefzynischen und menschenverachtenden Denkweise, die verschiedene Unglücke gegeneinander aufwiegt, absolut nichts anfangen, aber sie tritt immer wieder auf. Selbstverständlich weisen diese Leute auch nur dann auf eben jene anderen Tragödien hin, wenn sich die Aufmerksamkeit gerade auf ein akutes Ereignis richtet. Es handelt sich hier also in keinen Fall um ernsthaft um Krisengebiete besorgte Menschen, die als Trittbrettfahrer auf ihr Anliegen aufmerksam machen wollen (was noch halbwegs nachvollziehbar wäre), sondern einfach nur um solche, die gerne in so einem Moment als „kritische Beobachter“ rüberkommen wollen und schnell mal googlen, was in den letzten Tagen sonst noch so passiert ist.

V. Witze und Hobbykomiker.

Leider auch immer wieder am Start, egal, wie krass das ist, was gerade gemeldet wird: Der Bodensatz von Internets besteht aus einer Menge Leuten, die tatsächlich der Auffassung sind, dass es irgendetwas mit Humor zu tun hätte, über Menschen, die gerade gestorben sind oder schwer verletzt wurden, Witze zu reißen („Sport ist Mord“, mehrfach gelesen). Zu dieser Gruppe fällt mir schlicht gar nichts mehr ein.

Kurzes Fazit: An Abenden wie dem gestrigen werde ich mir immer sehr unsicher, ob die konservative Kritik an Social Media nicht doch Recht hat und es keine so gute Idee ist, dass jeder Trottel überall alles reinschreiben darf, was ihm gerade in den Sinn kommt. Nicht nur solche Ereignisse, sondern zunehmend auch die öffentlich einsehbaren Reaktionen darauf erschüttern ein bisschen meinen Glauben an das Gute im Menschen.

54 Gedanken zu „Digitaler Katastrophentourismus“

  1. Man hat es nur früher seltener mitbekommen oder gelesen, weil diese Menschen nicht nur zu Großereignissen mit ihren Dingen, Witzen etc. loslegen.
    Man muss den Kram sortieren und, wie schon häufiger in zig tausen anderen Blogs und Redaktionen geschrieben, einfach mal von den Leuten trennen, die dieses rebloggen oder posten. Punkt, fertig, aus.
    Vielleicht noch, wenn man denn so nett ist, denjenigen welchen, der dort gerade gepostet hat darauf hinweisen, dass das, was er gerade tat nicht gut war.

    Also im Internet genau wie im real life, nur, dass man die Leute, die unangenehm sind schneller los wird.

    1. Es ist aus meiner Sicht ein großer Unterschied, ob man solche saudummen Kommentare direkt und permanent gespeichert in die (digitale) Öffentlichkeit bläst oder seiner Nachbarin erzählt.

      Vor allem, wenn in dieser neuen Öffentlichkeit keiner widerspricht und man dieses Verhalten dann als „ist wohl ok, machen ja auch alle“ interpretiert. Ich will das nicht. Ich will widersprechen.

      1. Es gibt immer ‚IdiotenMeinungen‘ / ‚andereMeinungen‘, das liegt alleine schon in der Natur der Sichtweisen. Das Internet enthält vielfältige und leicht bedienbare Möglichkeiten, diese ‚IdiotenMeinungen‘ auszublenden, stattdessen beschäftigst du dich damit und verbreitest sowas sogar weiter.
        Und sorry, aber Leute die sich über iwas im Netz aufregen, gibts mehr als genug. Es scheint ein mittlerweile beliebter Sport zu sein, sich mit Dingen intensiv zu beschäftigen, um sich anschließend ebensolang und ausführlich, darüber aufzuregen.
        Ich halt das hier im Inet wie mit der Hundeerziehung, wenn mich was nervt blende ich es aus / ignorier es & wenn das genug machen, merkt der Köter das iwann selber.
        Hoffentlich…
        Janis

  2. Sry, aber gerade dein Punkt 4. Kotzt gerade mich an. Und das ist kein aufwiegen o.ä. sondern der Versuch die Relationen zu bewahren. Zur selben Zeit sind im Irak mehr als 20 Menschen bei Bombenanschlägen ums leben gekommen. Aber ich lese seit gestern in allen Medien nur von den beiden toten in Boston. Alleine im Jahr 2013 (wir haben April) gab es 731 Zivile Opfer nur im Irak. Aber die interessieren uns nicht obwohl die Alliierten diese zu verantworten haben. Nicht falsch verstehen, jeder Bombenanschlag überall ist feige und ein unendliches verbrechen. In den USA aber auch im Irak, Afghanistan, Pakistan etc. Wann heult und heuchelt der westen um diese Opfer…

    1. Schreibst Du über diese Bombenanschläge im Irak? Auch dann, wenn kein anderes Unglück passiert? „Die Medien“ sind wir inzwischen alle.

      Abgesehen davon ist es keine große Erkenntnis, dass in der westlichen Welt eher Unglücke der westlichen Welt rezipiert werden. Änder das. Leg los, wenn Du die Quellen hast. Es ist nur sehr zynisch, das in diesem Kontext zu bringen und Tote zu relativieren.

      1. „Es ist nur sehr zynisch, das in diesem Kontext zu bringen und Tote zu relativieren.“

        Weil jemand versucht für die Situation von Menschen zu sensibilisieren, die in Regionen leben wo Anschläge an der Tagesordnung sind? (Und bei uns oft nur als Randnotitz vorkommen)
        Ich bin der Meinung, man darf durchaus auf die unterschiedliche mediale Darstellung solcher Anschläge hinweisen, ohne sich sofort dem Vorwurf ausgesetzt zu sehen man wolle „Tote relativieren“ oder „Opfer hier gegen Opfer da aufwiegen.“

        Die Motivation solcher öffentlicher Meinungsäuserung (Zitat als “..als kritische Beobachter” rüberkommen..“) kann ich nicht beurteilen. Aber will der Verfasser dieses Blogs hier nicht auch als „kritscher Beobachter rüberkommen“? Als „kritscher Beobachter“ der „kritischen Beobachter“ sozusagen?

        beste Grüße

      2. Wer kontroliert die Kontroloere? Wir schaffen hier die Grundlage zur Ausbildung einer Moral im Internet. Müssen wir uns nicht gegenseitig kontrollieren, und gerade das Verhalten der Masse hinterfragen um Auswüchse in der Gesellschaft zu regulieren?

        Hier muss auch über den Tellerrand hinausgeguckt werden! Kann die Quersumme aus dem hier Kritiesierten und diesem Artikel nicht ziemlich genaues Gesellschaftliches Bild abgeben?

      3. Das Problem ist auch ein gesellschaftliches, wenn man Tote unterschiedlich gewichtet. Der Wert eines Menschenlebens hängt immer davon ab, wie sehr man eine Nähe zu diesem herstellen kann: Kommt aus der selben Stadt, oder dem selben Bundesland, oder dem selben Staat, etc. Die immer gleiche „wir“ vs „andere“ Scheisse, die man den Menschen einfach nicht aus dem Kopf bekommt.

        Man kann mich gerne zynisch nenen, ich will da gar nicht widersprechen, bei der Masse an Toten, die ich zu betrauern habe, bleibt mir kaum etwas andres übrig…

      4. Ich finde es viel zynischer, sich über Tote in Boston betroffen zu zeigen, aber nicht über Tote in Afghanistan oder im Irak.
        So lange wir die Welt künstlich in Nationen, Bündnisse, Rassen oder Religionen aufteilen, bleiben einige Menschenleben in unseren Köpfen wertvoller als andere. Das ist Voraussetzung für die Zustimmung zu Krieg und Terror. Der Hinweis, dass am selben Tag im Irak bei einem Attentat ca. 50 Leute gestorben sind, ist ein Versuch, Bewusstsein dafür zu schaffen.

    2. Ueber Anschlaege im Irak, Afghanistan, Somalia, Pakistan oder ueber das Erdbeben im Iran berichten die „regionalen“ Medien, zB Al Jazeera oder RT. Denn die Zielgruppe (und alle Medien haben eine Zielgruppe) und das Interesse an diesen Ereignissen ist halt groesser vor Ort als in West Europa.
      Ohne Berichterstattung im Westen wuerdest du nichts ueber die von dir genannten Anschlaege wissen (oder schaust du taeglich Al Jazeera??).

    3. Seh ich ebenfalls ähnlich. Die alte Frau die in Bagdad oder Abujan einfach nur zum Markt einkaufen gehen will und dabei von der Bombe irgendeines Fanatikers weggesprengt wird sollte medial genausoviel „wert“ sein wie irgendein Jogger in Boston. Beide haben nämlich das Recht ihr Leben angstfrei zu leben! Wie zynisch ist es denn erst, den normalen einfachen Menschen in einem Krisenland das Recht darauf abzusprechen, nur weil eine latente Gefahr vorhanden ist, die es so im Westen nicht gibt? Ich kann auch jeden Tag überfahren werden, die Gefahr ist auch immer da…was ist das denn für ein Argument? Ebenso verhält es sich wenn z.B. ein Bus mit irgendwelchen Touris aus, sagen wir mal Serbien, in eine Schlucht stürzt und da sterben auch „nur“ 3. Medienecho? Verhalten! Wenn überhaupt ist es eine Randnotiz oder ein „letzte Seite“ Artikel. DAS dürften den meisten die hier unter Punkt 4 subsummiert werden sauer aufstossen…diese grenzenlose Schlagzeilengeilheit und Themenzerpflückung eben völlig neben dem Fokus auf die eigentlichen Opfer wo auch noch das hinterletzte Detail zu irgendwelchen Schnellkochtöpfen eine Seite 1 Schlagzeile ist..am besten noch mit Interview des Kochtopfherstellers wie er nachts ruhig schlafen kann, wo doch sein Produkt jetzt eine Massenvernichtungswaffe ist….

      Da gehör ich doch gern zu Punkt 4!

  3. Naja. Der Mensch muss natürlich auf seine Weise auch verarbeiten dürfen, wenn ihm selbst solche Geschehen unfiltriert in die Timeline geraten.

    Du hast sicherlich in vielem, was Du beschreibst, recht. Dennoch: alles das, was Du da kritisierst, ist vor allem lediglich eines: völlig menschlich.

    Ich habe im Laufe meiner internetaktiven Zeit das eine und andere Unglück online sehr zeitnah miterlebt. Daher weiß ich, ich habe genau null Einfluss darauf in welcher Stimmung mich so ein Erlebnis ereilt. So geht man oft (vermeintlich) besonnen damit um, und manchmal eben auch nicht. Hinterher ist man immer schlauer. Vor allem, weil andere auch immer wieder aus anderen Perspektiven auf das gucken, was man selber tut.

    In der Kürze liegt die Würze. Aber niemals hat jemals behauptet, dass Würze immer gut sein muss. Ich kann nicht von meinem Gegenüber verlangen immer angemessen mit dem Unglück anderer Menschen umgehen zu können. Ich kann mir das wünschen, ja. Mehr aber nicht.

  4. Ja. Ja. Ja. Stimme dir absolut zu. Timeline aufräumen ist da für mich die einzige Konsequenz. Die Bild lese ich schließlich auch nicht.

    1. Ja, das ist keine schlechte Konsequenz. Aber leider macht wegsehen ja auch nicht, dass es weg geht. Deswegen finde ich „Einspruch erheben“ zusätzlich auch ganz gut.

      1. Stimmt. Ja. Manch einer denkt ja dann doch nochmal nach, wenn ihm zu viele Follower abhanden kommen. Denn das ein oder andere Twitterego nährt sich sehr von Followerzahlen. Aber grundsätzlich ist Einspruch erheben natürlich wichtig.

  5. Toller Blog & tolle Kommentare. Unterschiedliche Standpunkte werden dargestellt, werden abgewogen – kein Shitstorm, sondern ruhige Reflektion. Danke für ein Stück Internet Hoch-Kultur – es gibt noch Hoffnung, die stirbt bekanntlich zuletzt…

  6. Es ist ein grundsätzlicher Denkfehler, an soziale Medien und den Journalismus die gleichen Maßstäbe anzulegen. Wollen Sie als nächstes über Opas Getratsche beim sonntägliche Kaffeeklatsch abflamen?

      1. Der Autor des Blogartikels referenziert auf journalistische Arbeit (z.B. „Du bist kein Journalist, wenn Du Twitter zur Recherche bedienen kannst“), er behauptet zwar nicht, dass Social Media = Journalismus ist, aber ich bekam schon den Eindruck, dass ihm der Unterschied nicht ganz deutlich ist, und das ist gefährlich. Denn BILD darf nicht, was der Blogger tut (auch wenn sie gegen dieses Verbot gerne mal verstößt was die Frage aufwirft, ob BILD noch Journalismus ist) und umgekehrt darf man in einem Blog keinen Ersatz für Journalismus vermuten.

        Damit bleibt dieser Artikel ein Posting über das Böse oder zumindest das Profane im Menschen, vielleicht berechtigt. Genauso könnte man sich darüber beschweren, dass in der U-Bahn so ausdauernd aus dem Fenster gestarrt wird oder was weiß ich. Eine Mediendebatte kann man daraus meiner Meinung nach nicht destillieren, es sei denn, man will die alte „Blogs = Klowände des Internet“-Leier erneut abspielen.

  7. Stimme im Grossen und Ganzen zu, finde aber wie beispielsweise auf reddit.com, auch von 2-3 „normalen“ Menschen berichtet wurde, wesentlich besser als jeder Artikel von Spiegel oder anderen amerikanischen News Outlets.

    Vollkommen unaufgeregt, sachlich und mit wirklichem Informationsgehalt fuer Betroffene und nicht das krampfhafte Spekulieren und x-fache wiederholen der gleichen Bilder oder Theorien (Wen interessiert akut vor Ort, ob die Bomben evtl. aus Schiesspulver gebaut wurden etc., ich will Helplines, Unterkuenfte usw.).

    Natuerlich gab es auch dort zT Ausreisser in bestimmte Richtungen (Spekulationen etc.), aber das war eher die Ausnahme.

  8. Ich freue mich über deine Auseinandersetzung mt diesem Thema, die wie ich finde sehr gelungen ist.
    Was mich besonders freut ist die Kontroverse, hier in den Kommentaren. Sie zeigt sehr deutlich, wie Personen, die öffendlich gesellschaftliches und moralisches Fehlverhalten kritisieren angegriffen werden.
    Stellt sich hier die Frage ob das eine Refelexhandlung auf die Feststellung ist, das sich der einzelne sich in den Anschuldigungen wieder erkennt und meint sich verteidigen zu müssen, oder ob hier tatsächlich die Möglichkeit sichtbar wird, das in den Sozialen Medien tatsächlich „nur“ ein Hoher Grad von nicht Reflektion vorherrscht.
    Bleibt da nicht als Einzige Möglichkeit, solche Themen außerhalb des Netzes zu thematisieren und gerade die heranwachsenden dafür zu sensibilisieren?

  9. Toller text, aber einige der THorien kann ich nicht zustimmen.

    Das internett macht die Gesellschaft nicht schlechter und es bringt auch keinen Voyeure hervor.

    Es reist lediglich unsere Maske von der Gesellschaft herunter und wir können die geselschaft nun so sehen wie sie schon imemr war. Allerdings stimme ich zu das wir das Bild der Gesellschaft das wir sehen zum Anlass nehmen sollten die Gesellschaft zu ändern, und und nicht wieder hinter Selbstlügen „alles nicht so schlimm“ versteken sollten.

    Leider kann man wohl als einzelner Mentsch nur denjenigen wiedersprechen die man trifft und sein Teil dazu leisten, aber um so mehr freu ich mich wenn Mentschen die mit worten weit besser umgehen können als ich auch etwas änder wollen.

  10. Social Media lebt davon, dass jeder (auch „Trottel“) überall alles reinschreiben darf.

    Es bleibt dabei nicht aus, dass dann auch unüberlegte Meinungen veröffentlicht werden.

    Dann liegt es an jedem selbst, die Nachrichten zu filtern und selektiv zu rezipieren.

  11. Da rante ich noch einen Punkt hinzu:

    VI. Leute, die Reaktionen auf einen Anschlag für eine Meta-Kritik nutzen; in der Regel, um eine intellektuelle Distanz oder moralische Überlegenheit zu untermalen. Sie funktionalisieren ein tragisches Ereignis ebenso zur Bestätigung der eigenen Werte- und Meinungsmatrix. Wieder werden die zuvor als „eigentliche Opfer“ herausgestellten Menschen zu Nebenschauplätzen.

    Wie geht man denn nun „richtig“ mit solchen Ereignissen um? Was ist denn der eine, richtige Umgang?

    Letztlich sehe ich hinter allen Reaktionen verschiedene Bewältigungsstrategien, um angesichts von Verunsicherung und Ohnmachtserleben eine innere Stabilität zu sichern. Vielleicht ist das „Nachrichten weiterverbreiten“ auch eine Art, Ereignisse und Emotionen zu teilen, darüber ins Gespräch zu kommen; ein Versuch, die Kontrolle zu behalten, und sei es nur über die Nachrichtenlage. Vielleicht hilft Humor, verstörende Dinge auf Abstand zu halten. Vielleicht ist der Hinweis auf andere Schauplätze nur ein andere Version von Relativierung. Vielleicht sind Verschwörungstheorien eine Möglichkeit, solche Szenarien irgendwie ins eigene Weltbild zu integrieren – wie schief auch immer es scheinen mag. Letztlich geht es um Selbstbestätigung – auch in diesem Rant. Eventuell weist das auf eine große Verunsicherung hin, mit der jeder Mensch unterschiedlich umgeht. Einige machen sich neunmalklug, andere wissen alles, wieder andere sind total witzig, haha, und wieder andere beschäftigen sich lieber mit den Reaktionen der Anderen, denn auf der Meta-Ebene ist Distanz schonmal sicher.

    Vielleicht wäre die ehrlichste Form des… Respekts, wenn wir unsere Befindlichkeiten angesichts solcher Ereignisse einfach einmal zurückstellen. Schweigen. Zuhören. Wenn überhaupt irgendjemand etwas zu sagen hat, dann die Leute in Boston. Und vielleicht überhören wir etwas, wenn wir die ganze Zeit nur mit unseren Meta-Befindlichkeiten beschäftigt sind und eifrig vor allem unser Selbstbild absichern.

    Weil wir die Hosen selbst gestrichen voll haben.

    1. @Christian: Ich habe tatsächlich länger überlegt, ob ich diesen Artikel schreiben will. Nicht, weil ich Angst hatte, dass es so aussieht, als wollte ich irgendeine „Überlegenheit“ demonstrieren, sondern weil man sich auf diese Weise auch zum Teil dieser immer ablaufenden Maschine aus Ereignis, Reaktion, Meta-Reaktion etc. macht, die Du beschreibst.

      Großes Aber: Was wäre denn die Alternative? Sich das ansehen und nicht reagieren? Das konnte ich dann doch nicht, man kann nicht Dinge im Kopf auf „unread“ stellen. Mir lagen die Postings und Reaktionen, die ich an dem Abend gelesen hatte, noch am nächsten Abend schwer im Magen und ich habe nirgendwo eine entsprechende kritische Auseinandersetzung damit gefunden. Also habe ich sie geschrieben, weil ich der Meinung bin, dass man (ich) das nicht so unwidersprochen stehen lassen kann. Wenn nur drei Leute beim nächsten Mal ein bisschen nachdenken, bevor sie ihre Meinungen und Kommentare zu so einem Unglück irgendwohin werfen, reicht mir das.

    2. Das trifft ziemlich genau, was ich hinter fragen wollte, mit meinem Kommentar zuvor.

      Wobei aber dabei mit zu bedenken ist, das es nicht nur um das „die Hosen voll“ haben geht, als auch die Hilflosigkeit, darauf zu reagieren, und ohne Moralische und Ethische Grenzen zu übertreten oder die Gefühle anderer zu verletzen, die Ereignisse zu verarbeiten.

  12. Was die Bilder angeht: dass es so wenig Hemmungen gibt, auch krasseste Bilder zu posten, halte ich für eine Folge der Brutalisierung der Bilder in vornehmlich amerikanischen TV-Serien und Filmen. Da werden mittlerweile Leichen mit drastischen Verletzungen in allen Stadien der Verwesung gezeigt (Stichwort: Gerichtsmedizin) – und so mag sich unbewusst bei manchen das Gefühl einstellen, dass sowas doch „ganz normal“ sei.

  13. Danke für diese deutlichen Worte.

    Mir geht es bei solchen Geschehnissen genau so. Ich bin erschüttert über die Menschenverachtung, die im Internet ihre Bahnen findet. Vermutlich merken es die Leute noch nicht mal.

    Obwohl ich eigentlich täglich und oft viele Stunden im Internet bin, informiere ich mich bei solchen Unglücken nicht mehr über das Internet, Zumindest nicht primär. Ich schau mir das in aller Ruhe irgendwann in den Nachrichten im Fernseh an. Da mir genau dieses Getöse, von den vielen die keine Ahnung und kein Mitgefühl haben, zu viel und laut ist. Und ob ich von einem Unglück erst 12 Stunden später informiert bin, als andere, schadet mir nicht.

  14. Ja … naja … ich wäre da ja eigentlich gerne Philantop und Optimist … aber, ich sags mal so: Wenn die ganze Republik auf Facebook und Twitter zusammenkommt, dann überrascht mich das wenig, dass das solche Ergebnisse zeitigt. Ich meine … wenn all die Bild-Zeitungsleser und RTL-2-Nachrichtengucker plötzlich anfangen selber zu schreiben. Was bitte soll da anderes rauskommen? Was soll man auf Facebook anderes zu lesen und zu sehen bekommen?

  15. das ist ja eine ganz interessante diskussion hier; nur:
    ich hatte absolut nichts dergleichen in meiner TL. seine timeline stellt man sich schliesslich selbst zusammen.
    daher finde ich es immer etwas eigenartig, wenn sich leute über ihre eigene timeline echauffieren. das ist wie die, die sich über das unterschichten-fernsehen beschweren, das sie sie schauen.
    in einem freien land, darf jeder seine meinung kundtun und sei diese noch so dumm.
    und nirgendwo ist es so einfach wie im fernsehen oder im internet, solchen quatsch mit dem drücken eines einzigen knopfes auszuschalten, bzw. durch das richtige selektionieren gar nicht erst an sich ran zu lassen.
    soll heissen wer leuten folgt, über die er sich aufregt, ist primär wirklich mal selber schuld.

    1. Wir schon etwa drei Mal in diesem Diskussionsthread gesagt: Es geht nicht darum, ob und was man alles ausblenden kann. Natürlich kann jeder mit möglichst engen Scheuklappen durch die Welt laufen, weggucken und sich schön seine kuschelig-digitale Filterblase bauen – das ändert aber nichts daran, dass diese Dinge existieren und teilweise echt scheußlich sind.

      1. dass DU sie scheusslich FINDEST.
        dass ich sie scheusslich finde. allerdings tatsächlich nur teilweise.
        ich habe schon verstanden, worums dir geht. dich dein bild mit den scheuklappen ist falsch. genau das gegenteil ist der fall.
        wer seine eigene meinung als die einzig richtige darstellt, toleriert die andere meinung nicht und ist somit oft intoleranter, als den, den er kritisiert.
        die welt wäre eine bessere mit mehr toleranz. ;)

      2. Wenn Du Witze über Katastrophenopfer und ähnlichen Rotz gerne ohne Widerspruch „tolerieren“ magst, dann steht Dir das selbstverständlich frei. Hier steht auch nirgendwo, dass meine Meinung „die Wahrheit“ ist.

  16. Guter Text. Aber es gibt einen einfachen Weg, sich solche Gruppen vom Hals zu halten: die (sogenannte) Timeline knapp und knackig halten und solche Deppen zu entfernen.

    Ich habe im übrigen nie verstanden, warum sich Leute vor vielen Jahren über das Wort der „medialen Klowände“ so künstlich erregt haben. Es ist eben oft genug tatsächlich so. Man bekommt es jetzt eben nur mit – wenn man seine Timeline nicht…siehe oben.

  17. „Wenn Du Witze über Katastrophenopfer und ähnlichen Rotz gerne ohne Widerspruch “tolerieren” magst, dann steht Dir das selbstverständlich frei. Hier steht auch nirgendwo, dass meine Meinung “die Wahrheit” ist.“

    1. nein, tue ich nicht! ich habe explizit geschrieben, dass ich das auch scheusslich finde. gegen das aufmerksammachen auf andere katastrophen, die totgeschwiegen werden, habe ich hingegen nichts.

    2. doch. du hast von dingen geschrieben, die „scheusslich SIND.“ das stellt deine subjektive meinung schon als allgemeingültige wahrheit dar.

    aber alles halb so wild. grösstenteils sind wir wirklich einer meinung.

    1. Deedback: Seit wann spammt der Focus denn in Blogs? Sind die Zahlen so schlecht?

      Im Ernst: Fotos von verstümmelten Leuten zu zeigen, „weil das die Wahrheit ist“, finde ich persönlich kein sonderlich gutes Argument. Dank Film und Fernsehen weiß heute jeder, wie sowas aussieht und ich glaube, dass 180 Verletzte und 3 Tote nicht erst einzeln kurz nach dem Anschlag mit ihren Verletzungen begaffen muss, um zu begreifen, wie schlimm dieser Anschlag war.

      /edit: Siehe dazu auch: http://www.bildblog.de/48415/ueberall-blut/

  18. Wo steht der Grundpfeiler welche Position bzw. welche Haltung die richtige ist? Kritisiere ich dass andere Unglücke kaum Beachtung finden, bin ich ein Zyniker. Versuche ich mich in Mitleid indem ich von meinem gemütlichen Zuhause aus „Beileid“ wünsche, bin ich ein Heuchler. Was ist die nötige Konsequenz um nicht als Arschloch,Zyniker, Heuchler etc. darzustehen? Würde ich jetzt einfach sagen „Interessiert mich nicht, ich bin nicht betroffen so ist dies ebenfalls eine falsche Reaktion“. Ich darf kein Mitleid haben, ich darf nicht kritisieren, ich darf keine Gleichgültigkeit zeigen. Der Verfasser hier nimmt eine schwer attackierbare Position ein indem er sich als Höhere Instanz der Kritik erhebt. Welche Position selbst er dabei erhebt und was seine Aussage zu dem Unglück ist bleibt unbeantwortet. So wird hier über Recht und Unrecht und welche Haltung die richtige ist diskutiert und der eigentliche Kern – Das Unglück und die Toten – bleiben Nebensache. Hier geht es nur noch um Gutmenschlerische und intellektuelle versnobte Korinthenkackerei wer alles wie falsch darauf reagiert. Man selbst bleibt ja außen vor als Kritiker der Kritiker , eine dankbare Position nicht wahr?

    1. Gegen respektvolle Beileidsbekundungen hat doch hier absolut niemand etwas gesagt, oder? Auch nicht dagegen, auf andere Unglücke hinzuweisen, solange es nicht in einem Kontext wie „aber guck doch mal hier, das ist VIEL schlimmer!“ passiert. Nenn diese Kritik meinetwegen „intellektuelle versnobte Korinthenkackerei“, ich würde eher „ziemlich wütender Aufruf zu Pietät angesichts von ziemlich viel Scheiße“ sagen.

      1. Es ist natürlich wahr dass man empört sein kann und muss gegen geifernde Gaffer bei Unglücken und ebenso jene Gestalten die anstelle zu helfen oder zumindest den Ersthelfern oder Rettungsanitätern Platz zu machen da blöde mit ihren Handys stehen und filmen. Und das im Netz eh viele Irre, gedeckt von angeblicher Anonymität ihren Stuss ablassen und man nicht viel Respekt erwarten kann ist auch mittlerweile traurige Tatsache. Ich bin auch ein wenig zu weit hinausgerudert mit meinem Kommentar. Dafür entschuldige ich mich. Dennoch wird man wohl nichts an Großteilen der Gesellschaft ändern können. Wie leben heute all jene Personen die z.b beim TOde Dominik Brunners wegsahen oder eben zusahen und nichts taten. Kratzt es sie überhaupt dass sie zu einem großen Teil Mitschuld sind. Wie gesagt ich entschuldige ich mich, ich wollte nicht beleidigend werden, ich kann ihren Text gut verstehen, doch man sollte mittlerweile einfach einsehen dass man kaum in der Realität Vernunft, Pietät und Zivilcourage von den Leuten erwarten kann und hier im Internet eben sowieso nicht. Man lese sich die ganzen Kommentare und Diskussionen bei Youtube bei etlichen Videos durch. Da wechseln sich obszöne, rassitische und verhöhnende Kommentare regelmäßig ab und man gewinnt irgendwann den Eindruck die Welt werde nur noch von ….nunja Abschaum bevölkert. Die Realität zeigt mittlerweile oft genauso ein Bild. Man resigniert und versucht wenigstens für sich selbst so zu handeln wie es einem die Vernunft und Menschenwürde gebietet.

  19. Das Zauberwort heißt, Medienkompetenz, zugegeben, es klingt abgedroschen, aber genau das kann man bei solchen Katastrophen lernen. Zurück treten, sich selbst fragen, was den da eigentlich los ist. Die Vielzahl an Quellen kann und sollte man nutzen um sich sein Bild selbstbestimmt, zusammen zu setzen. Die elektronischen Medien helfen uns ein Objekt aus verschiedenen Blickwickeln zu betrachten. Darüber hinaus werden wir und das halte beinahe für unsere Pflicht, selbst zum Medienschaffenden in dem wir Bloggen, Twittern etc..

    Hirn einschalten statt ausschalten. Die Deutungshoheit von Massenmedien läuft mit heranwachsen einer pluralistischen Mediengesellschaft aus.

    Marschall McLuhan hatte recht.

  20. „Das Internet“ ist auch nicht schlimmer als das, was z. B. CNN bei solchen Ereignissen macht. Die haben viele Stunden lang in Dauerschleife das Bombenvideo gezeigt, hatten keinerlei Informationen, aber dennoch Stunden über Stunden mit Spekulationen gefüllt. Ehrlich wäre gewesen: es ist da was passiert, wir wissen aber nicht was und melden uns in einer Stunde wieder. Da ist es doch kein Wunder, dass alle anderen auch meinen, das Ereignis minütlich irgendwie kommentieren zu müssen.

  21. Ich kann Ihre Wut und Empörung über das, was Sie schreiben, absolut nachvollziehen. Auch mir zieht es die Schuhe aus, und ich halte mich zu 99% nicht in sozialen Medien auf. Aber man muss ja nur mal in die öffentlich-rechtlichen Sender gucken, wie sie ihre Sendezeit füllen, ohne auch jegliche neue Informationen zu haben. Aber das wollen die Zuschauer bestimmt, davon sind die sog. „Journalisten“ überzeugt: wenn schon keine Neuigkeiten, dann wenigstens Spekulationen oder zum x-ten Mal wiederholte Kommentare. Widerlich!
    Was mich allerdings an Ihrem Artikel ziemlich gestört hat, ist Ihre Schreibe. Schon der erste Satz. Und was soll bitte das „i. e.“? Auf deutsch heißt es immer noch „d. h.“, oder täusche ich mich? Wörter wie „Arschlochtum“ finden Sie wahrscheinlich total kreativ, aber ich habe den Eindruck, dass heutzutage alle, die in irgendeiner Weise eine journalistische Ausbildung und Praktika in den USA gemacht haben, sich auf die Fahnen geschrieben haben, die deutsche Sprache auf Biegen und Brechen zur Englischen zu machen. Und dann kommt sowas dabei raus. Na ja, nichts für ungut. Schreiben Sie, wie Sie wollen, Sprache ist ja meiner Meinung nach relativ demokratisch, und man kommt nicht in den Knast, wenn man die Regeln bricht oder Neues erfindet.

  22. Es beschweren sich viele über dieses Opfer aufwiegen von verschiedenen Katastrophen. Über die Wertigkeit der einzelnen. Man sollte aber bedenken, es geht nicht darum, dass der eine Mensch mehr wert wäre als ein anderer. Es geht um den Bezug zu einem selbst.
    Wenn in Boston Bomben explodieren, ist das für uns als Teil der westlichen Welt eben deshalb wichtiger, weil das quasi auch uns treffen kann. Verpflanz die Oma vom Markt in Bagdad als Opfer stattdessen nach Berlin, schon wird sie dieselbe Aufmerksamkeit bekommen. Es geht nicht um die Person an sich.
    Wenn mein Nachbar stirbt mit dem Verdacht, dass das Leitungswasser vergiftet ist, dann ist das für mich tausendmal interessanter, als 1000 Opfer in der restlichen Welt. Weil es mich selbst betrifft. Oder betreffen kann.

    Soll heißen: Medien vorzuwerfen, sie würden westliche Opfer höher werten als andere, ist meiner Meinung nach Schwachsinn. Das Ereignis wird höher gewertet, weil es uns eben betrifft. Und man viel direkter dran sitzt, etwas dagegen zu tun.

    PS: Witzig finde ich ja, soviele Leute regen sich über Punkt 4 auf, aber soweit ich sehen kann bringt keiner nen Gegenbeweis. Nämlich dass er sich auch so mit Opfern in der restlichen Welt beschäftigt. Womit Punkt 4 permanent aufs neue bestätigt wird….

Ach komm, erzähl mir nix (oder doch)

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