Warum ein Besuch von Außerirdischen auf der Erde ganz anders sein wird, als jede Fiktion oder Theorie vorhersagt.

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All unser bisheriges Wissen über die unfassbare Größe des Universums und Gesetzmäßigkeiten im Universum zusammengerechnet ist es nicht unwahrscheinlich, dass es dort draußen sehr, sehr viele unterschiedliche Zivilisationen gibt (siehe dazu auch die Drake-Gleichung). Die oft dazu gestellte Frage, die unter dem Schlagwort Fermi-Paradoxon firmiert (sic!), ist: Warum sind die Außerirdischen noch nicht hier? Dabei sind meiner Meinung nach eigentlich zwei andere Fragen deutlich spannender: Welchen Grund hätten Außerirdische eigentlich, die Erde zu besuchen, wenn sie technisch dazu in der Lage wären und würden wir ihren Besuch überhaupt bemerken? Aus einem sehr spannenden Artikel und einem Interview mit Stephen Hawking (der der etwas merkwürdigen Auffassung ist, das wir Angst vor ihnen haben sollten, denn sie kämen, um sich unsere Ressourcen zu schnappen) abgeleitete Überlegungen zu den drei in der populären Literatur und Kultur meistgenannten Motivationsfaktoren für Besuche von Aliens auf der Erde.

Forschungsreisen

Die Wahrscheinlichkeit, dass wir von Außerirdischen auf eine Art und Weise besucht und erforscht werden, die niemals von uns wahrnehmbaren Kontakt mit den Anderen beinhaltet, ist viel höher als die Wahrscheinlichkeit, dass wir die Besucher bemerken. Glaubst Du, dass der Ameisenhügel den Dokumentarfilmer wirklich bewusst wahrnimmt, der daneben eine Kamera aufstellt? Will der Forscher grundsätzlich, dass sein Forschungsobjekt ihn bemerkt? Nein, er will genau das Gegenteil: Etwas in seiner natürlichen Umgebung und unter natürlichen Bedindungen erforschen, ohne mit seiner Anwesenheit die Ergebnisse zu verfälschen. Die Idee, dass die Aliens kommen und uns auf eine Weise erforschen, in der wir die Forschungen selbst bemerken, ist einigermaßen vermessen und paradox. Selbst wenn sie uns entführen und irgendwo anders hinbringen würden, an einen Ort, an dem sie uns besser erforschen könnten, entzöge sich das vermutlich unserer bewussten Wahrnehmung, so wie Tiere im Zoo vermutlich nur auf einer eher unterbewussten Ebene wahrnehmen können, dass irgendetwas nicht normal dort ist. Wenn wir von Außerirdischen erforscht werden und ihr Konzept von „Forschung“ in irgendeiner Weise dem unsrigen entspricht, dann werden sie einen Teufel tun und im Zuge ihrer Arbeit für uns erkennbar werden, selbst wenn sie einzelne Menschen tatsächlich entführen und persönlich irgendwelche Manipulationen an ihnen vornehmen müssten, bekämen wir das mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mit.

Zumal die außerirdische Technik, wenn sie zu einem Besuch theoretisch in der Lage wären, viel eher so weit fortgeschritten sein dürfte, dass sie uns nicht mehr im klassischen Sinne besuchen und beobachten müssten, um etwas über uns herauszufinden, sondern unser Verhalten und unsere Konstruktion aufgrund der Basisfakten einfach per Computer ausrechnen und schnell mal durchsimulieren könnten. Wenn wir heute auf der Erde eine neue Fliegenart entdecken, die in der Wüste Gobi lebt, dann wissen wir aufgrund der Faktoren „Insekt“, „Fliege“ und „Wüste Gobi“ schon sehr viel über diese Art. Die Notwenigkeit, sie exzessiv zu erforschen, ist also aufgrund bisheriger Forschungen und Erkenntnisse schon auf ein deutlich kleineres Level geschrumpft. Denken wir 10.000 Jahre in die Zukunft, ist es doch wahrscheinlich, dass eine fortgeschrittene Zivilisation eher kurz die Parameter der Menschheit in den Computer eingibt und dann alles über uns weiß, als Beobachter in ein Raumschiff zu stecken und hier ernsthaft rüberfliegen zu lassen, oder?

Ressourcen abgreifen

Was Stephen Hawking als Befürchtung angibt und was in jedem zweiten Sci-Fi-Film der Grund für Besuche von Aliens auf der Erde ist, ist auf mehrere Arten zu hinterfragen: Zunächst steht die Kosten-Nutzen-Frage im Raum. Ist es wahrscheinlich, dass eine außerirdische Zivilisation derart weite Reisen unternimmt, statt die Ressourcen einfach auf andere Arten zu entwickeln? Schon diese primitive Rasse, der wir angehören, hat heute die Technologie, um etwa ein U-Boot theoretisch unendlich lange seinen eigenen Sauerstoffvorrat aus der Umgebung produzieren zu lassen. Die Idee, dass technisch weit fortgeschrittene Aliens hier hinfliegen, um uns etwa unser Wasser zu klauen, entspricht der Idee, dass das U-Boot fünfzigmal um den Globus fährt und an einer bestimmten Stelle auftaucht, um dort neue Sauerstoffbehälter einzuladen, statt den Sauerstoff einfach selbst zu erzeugen: Es passt nicht zusammen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine hochentwickelte außerirdische Rasse ihren benötigten Rohstoff jeglicher Art einfach selbst künstlich erzeugt, statt ihn irgendwo abzuholen, ist einfach höher. Selbst wenn der benötigte Rohstoff die Menschen selbst, lebende Quallen mit Zuckerguss, stinkende Socken oder brennende Giraffen sein sollte, wäre es doch wahrscheinlicher, dass das Zeug per Kloning und Produktion auf dem Planeten selbst zu erzeugen. Sie müssten lediglich das Rezept zur Erzeugung kennen, etwas, das man vermutlich einfach ausrechnen oder sicherlich mit irgendwelchen Instrumenten bequem aus der Ferne auslesen kann, statt es mittels aufwendiger Reisen irgendwo abzuholen. Dann könnten sie bequem einen abgelegenen Planeten beispielsweise im Orion-Arm der Milchstraße hernehmen, sich dort ihre Ressourcen wachsen lassen und sie ab und zu auf eine Weise entnehmen, in der keine bewusste Lebensform auf dem entsprechenden Planeten das mitbekommt, denn selbstverständlich will man nicht, dass Chaos im Gewächshaus ausbricht oder sie könnten die Ressourcen gleich auf ihrem Planeten komplett künstlich oder in nachgebildeten Mini-Gewächshausversionen des passenden Sonnensystems erzeugen. So oder so würden wir nicht mitbekommen, dass wir uns in einer solchen Ressourcenfabrik befinden oder unsere Rezepte kopiert werden, das Problem ist ähnlich wie bei der Simulationstheorie. Selbst wenn Basisressourcen wie Wasser nicht künstlich herstellbar sein sollten, dann wäre es immer noch unwahrscheinlich, dass eine andere Zivilisation diese ausgerechnet auf der Erde abholen muss und nicht einfach kurz zum nächsten Eismond fliegt, denn so einzigartig ist die Erde nicht gebaut.

Andere Planeten besiedeln

Das Projekt Mars One plant eine Reise von Siedlern zum Mars. Erklärtes und nach einhelliger Meinung auch sinnvolles Ziel (auch wenn es unwahrscheinlich erscheint, dass ein nichtstaatliches Projekt das in dem genannten Zeitrahmen schaffen kann) ist es, nach und nach den Nachbarplaneten zu besiedeln, um langfristig das Überleben der Menschheit zu sichern. Schließlich kann der Erde jederzeit irgendetwas Unvorhergesehenes zustoßen und auf ganz lange Sicht müssen wir hier eh weg, denn jeder Stern im Universum hat nur eine begrenzte Lebenszeit, danach bläht er sich auf oder andere Dinge geschehen mit ihm und dann ist Ende im Gelände mit dieser Energiequelle, die alles auf unserem Planeten am Leben hält. Nun sind alle (so zumindest mein Wissensstand) Sterne in unserem Universum gleich gebaut und sterben irgendwann, ergo haben alle (oder viele) denkbaren Zivilisationen dieses Problem, natürlich nur, sofern außerirdisches Leben in den meisten Fällen auch von Dingen wie der richtigen Temperatur abhängt, wovon man theoretisch kurz mal ausgehen kann. Die logische Konsequenz ist, dass da draußen massenhaft Umsiedelungen, Auswanderungen und Ausbreitungen von Zivilisationen bereits passieren. Nehmen wir weiter an, dass unser Sonnensystem ein ganz hübsches Fleckchen ist (mit immerhin vielleicht sogar drei Planeten in der habitablen Zone) und irgendwo in einem Nachbarsonnensystem oder ein bisschen weiter weg würde beschlossen: Da ziehen wir als nächstes hin. Das ist eine berechtigte Überlegung, für die man allerdings auch gute Gegenargumente finden kann.

Eine Zivilisation, die weiß, dass sie sowieso alle paar Milliarden Jahre umziehen muss und technisch dazu in der Lage ist, hat vielleicht schon eine ganz andere Richtung eingeschlagen. Wahrscheinlich ist vielmehr, dass die so weit fortgeschrittenen Aliens permanent im Weltraum, ergo in Raumschiffen oder Ähnlichem leben und über Planetenbewohner das denken, was wir über die Bewohner von Höhlen oder unter freiem Himmel lebenden Nomaden denken. Das Leben in Raumschiffen wäre bei hochentwickelter Technik wahrscheinlich deutlich effizienter, komfortabler und angenehmer, als irgendwo auf durch verschiedene Natur- und Weltallgewalten heimgesuchten Planeten Häuser oder Unterkünfte zu bauen, die man sowieso irgendwann wieder aufgeben muss, weil kein Planet dauerhaft bewohnbar bleibt. Vor allem wäre das dann der Fall, wenn die Technik so weit ist, dass man die benötigten Rohstoffe und Nahrungsmittel direkt an Bord eines sehr großen oder vieler kleinerer Raumschiffe erzeugen kann. Planeten zu besuchen könnte in diesem Szenario maximal eine Art Urlaubsvergnügen für diese Art von fortgeschrittener Zivilisation sein, so wie wir im Urlaub drei Wochen in den Wald fahren, dann aber wieder in die Stadt zurückkehren.

Aus allen drei Punkten Abgeleitetes

Wenn eine außerirdische Zivilisation technisch so hochentwickelt ist, dass sie interplanetare Reisen durchführen kann, dann hat sie vielleicht aufgrund der damit einhergehenden Entwicklungen gar kein oder nur wenig Interesse, überhaupt unseren Planeten zu besuchen. Sie kann die Rohstoffe selbst erzeugen und die Baupläne dafür relativ einfach auslesen, sie kann aus der Ferne Forschungen durchführen und die Idee, überhaupt auf Planeten zu wohnen, ist ihr womöglich längst fremd geworden. Natürlich schließt das einen Besuch in keiner Weise aus. Andere Motivationen, wie einfach Spaß daran, Menschen in ihrer natürlichen Umgebung zu jagen und zu fressen, Urlaub zu machen oder bizarre Aliensexpraktiken mit anderen Rassen zu vollziehen, könnten ebenso ins Spiel kommen wie Faktoren, die wir mit unserer beschränkten Wahrnehmung nicht vorhersagen können oder eben doch einer der drei genannten Gründe, nur auf eine andere als die oben gedachte Weise.

Probleme mit diesen Überlegungen

Das größte Problem mit all den vorherigen Überlegungen ist: Sie sind aus der Perspektive der Menschen in der Zukunft gedacht. Wir sind diejenigen, die dauernd nach neuen Ressourcen suchen, Spaß haben, Freizeit wollen, Kriege führen, Forschungen durchführen und unbedingt überleben wollen. All diese Konzepte könnten einer aus einem anderen Sonnensystem stammenden Lebensform aber völlig fremd sein oder selbst bei dem theoretischen Wissen darum völlig absurd vorkommen, wie beispielsweise einer Ameise die Idee von Joggingapps auf einem Smartphone, wenn man es ihr erklären würde. Und „könnten“ ist dabei noch stark untertrieben. Hast Du mal versucht, Dich in eine Pflanze, einen Pilz oder ein Virus hineinzuversetzen? Jede außerirdische Lebensform wird uns vermutlich tausendfach fremder sein. Der Grund dafür, dass sie uns besucht, wird uns also mit einiger Wahrscheinlichkeit niemals klarer werden als der Grund dafür, dass irgendwo zufällige Dinge geschehen. Selbst etwas wie eine Motivation an sich könnte ein unbekanntes Konzept für sie sein.

Das zweite Problem mit all den vorherigen Überlegungen ist: Sie sind aus der Sicht geschrieben, dass die bisherige Technologie sich linear weiterentwickelt und nicht plötzlich in völlig andere Richtungen läuft, was viel wahrscheinlicher ist. Wer sagt, dass nicht Teleportation, Zeitreisen oder ganz andere Dinge irgendwo erfunden wurden und diese Dinge einer normalen interestellaren Rumreiserei vorgezogen wurden, so dass physische Bewegung plötzlich obsolet oder uninteressant wurde? Und woher nehmen wir eigentlich die Gewissheit, dass sich Aliens überhaupt (physisch) bewegen und vielleicht nicht sowieso eher an Technologien arbeiten, mit denen sie mental herumreisen? Sie könnten genau so eher wie Pflanzen fest an einem Ort verankert sein oder irgendwelche anderen Technologien erfunden haben, die uns so fremd sind, dass wir sie auch dann nicht fassen können, wenn sie direkt vor unserer Nase stattfinden. Technologie an sich könnte außerdem ein völlig fremdes Konzept für Aliens sein, sie könnten einfach evolutionär und völlig unbewusst die Fähigkeit entwickeln, ohne Hilfsmittel in Lichtgeschwindigkeit durch den interstellaren Raum zu fliegen, so wie wir irgendwann aus dem Wasser gekrochen sind. Hat etwa erste Fisch an Land kapiert, dass er gerade etwas Bahnbrechendes getan hat? Nein, er ist einfach rausgekrochen und hat hat sein Ding weitergemacht. Vielleicht fliegen gerade in diesem Moment sehr viele riesige Außerirdische in Lichtgeschwindigkeit wie Wale an der Erde vorbei und wir können sie einfach nur nicht wahrnehmen.

Grundsätzlich sind wir nicht in der Lage, irgendwelche zutreffenden Vorraussagen über den theoretischen Besuch von außerirdischem Leben auf unserem Planeten zu machen. Es übersteigt unseren Horizont mehr als nur ein bisschen, ist aber zumindest für mich auch genau deswegen eine sehr spannende Frage, über die es sich nachzudenken trotzdem lohnt.

26 Gedanken zu „Warum ein Besuch von Außerirdischen auf der Erde ganz anders sein wird, als jede Fiktion oder Theorie vorhersagt.“

  1. Zustimmung: Es ist sehr unplausibel, dass extraterrestrische Invasoren zu uns kommen, weil sie an den irdischen Rohstoffen oder an menschlichen Sklaven interessiert sind, wie es viele SF-Filme suggerieren. Wer die Lichtjahre messenden Abgründe zwischen den Sternen zu überwinden vermag, ist technologisch darauf wohl nicht angewiesen!

    Vieles spricht jedoch dafür, dass Außerirdische – wenn sie wirklich die Erde besuchen würden – als interstellare Missionare unterwegs sind oder mit einem galaktischen Kreuzzug ihrem Gott huldigen.

    Ausführlich dazu:

    Vaas, R. 2010: Fear of fanatics: Why Stephen Hawking is right and we should not contact extraterrestrial intelligence. Journal of Cosmology Bd. 7, S. 1792–1799; http://journalofcosmology.com/Aliens114.html

    Siehe auch:

    Vaas, R. 2010: Attacke aus dem All. In: Perry Rhodan Journal Nr. 129, S. 3-8, PERRY RHODAN Nr. 2570.

    Dazu die Teaser
    http://www.darwin-jahr.de/evo-magazin/werden-religioese-fundamentalisten-erde-erobern
    http://www.darwin-jahr.de/evo-magazin/alles-gute-kommt-nicht-unbedingt-oben?page=0,0

    1. Bei Stephen Hawking ist es immer dasselbe: Er geht von Aliens aus, die irgendwie wie Menschen funktionieren und auch noch bösartig sind. Das halte ich für extrem unplausibel. Viel wahrscheinlicher ist, dass sie in völlig anderen Kategorien und Konzepten denken, wenn sie überhaupt in unserem Sinne „denken“, daher der Vergleich mit Pflanzen oder Viren oder sowas. Religion und Ideologie, wirklich? Ich würde all mein Geld darauf setzen, dass eine fremde Spezies von einem anderen Planeten solche Konzepte nicht ebenfalls erfunden hat. Schon auf der Erde sind wie die einzigen, die sich so einen Scheiß erfunden haben.

      1. Es gibt Argumente pro und con für die Entstehung der Religiosität und, mithin, Religionen. Manche Wissenschaftler nehmen sogar einen Selektionsvorteil an, andere betrachten sie eher als „wild“ gewordenes Nebenprodukt anderer biologischer constraints – siehe meine oben zitierten Artikel. Aber unabhängig davon, wie häufig und warum Religionen entstehen: wenn und wo sie zu Missionierung führen, sind sie eine extreme Motivation. Das gilt auch für interstellare Dimensionen. Und die These ist: WENN die Aliens kommen, dann aus missionarischem Eifertum.

        (Damit ist nicht gesagt, daß das häufig ist. Es kann beliebig selten sein. Aber wenn es geschieht, kann es einen Verstärkungseffekt bedeuten. Schlichtes Selektionsprinzip. Daher die These: WENN sie kommen, dann „gnade uns Gott“… d.h. eben nicht…)

  2. Der Alien kommuniziert mit dem Alien, die Kommunikation wird also auch immer das größte Ziel sein. Weshalb kommen sie her? Weil die Menschen Musik machen können, dieses können die Aliens nicht, Musik ist deshalb zu einer intergalktischen Handelsware geworden!

  3. Ich halte es ehrlich gesagt für relativ unwahrscheinlich, dass Aliens, die in der Lage sind, so hochentwickelte Technologien zu produzieren, dass ihnen interstellare Reisen möglich sind, sich so stark von dem Menschen unterscheiden, wie wir uns von Ameisen. Denn:
    Um Technologie zu entwickeln, braucht so ein Alien Vernunft und Logik. Die besitzt der Mensch auch, vielleicht nicht in dem gleichen Maße wie so ein hypothetisches Alien, aber eine Gemeinsamkeit ist es trotzdem. Über Unterschiede in Emotionen und Kultur können wir nur mutmaßen, aber wenn wir darüber nachdenken, warum so eine Spezies sich überhaupt mit der Entwicklung von interstellaren Reisen beschäftigen sollte, dann müssen doch zumindest soetwas wie Ehrgeiz in ihnen vorhanden sein. Schon wieder eine Gemeinsamkeit.
    Zu der Sache mit den Rohstoffen: Es ist prinzipiell wohl möglich, jedes Element, das man braucht, aus anderen Elementen herzustellen. Allerdings wäre der Energieaufwand dafür so enorm, dass sich eine interstellare Reise tausendmal mehr rentieren würde. Von daher halte ich Hawkins Haltung doch für eine realistische, nicht, weil ich denke, dass die Aliens höchstwahrscheinlich bösartig sind, sondern allein aus pragmatischen Gesichtspunkten.

    1. Ja, der Ameisenvergleich hinkt. Wer z.B. die Allgemeine Relativitätstheorie beherrscht, hat kaum noch intellektuelle Grenzen. Denn er hat das Werkzeug. Oder die Computer als indirektes Werkzeug.

      Das Rohstoff-Argument ist aber keine Bedrohung für uns. Es gibt im All genug Planeten und Rohstoffe. Man braucht nicht Elementsynthese betreiben. Ethisch hochstehende Aliens würden uns also nicht überfallen, und selbst Aliens ohne Kommunikationsabsichten würden uns in Ruhe lassen. Die Rohstoffe kriegen sie anderweitig einfacher. Auch hier im Sonnensystem.

      Wer gezielt die Erde aufsucht, will etwas anderes. Diese Aliens sind mit großer Wahrscheinlichkeit fundamentalistische Fanatiker (siehe Kommentare oben).

      1. Mit Ethik würde ich allerdings nicht anfangen. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass dieses Konzept außerirdischen Lebensformen überhaupt nicht bekannt ist. Es ist ja sogar den Menschen völlig unbekannt, sofern es nicht gerade um andere Säugetiere geht.

    2. Aber du nimmst an, dass diese mit solchen Energieproblemen konfrontiert werden würden. Glaubst du nicht, dass die bei dem stand der Entwicklung auch so ein Problem schon längst im griff hätten?

  4. Ich weiss dass die da sind aber die können zu uns nur begrenzt rein wegen magnetismus und wenn wir das noch verstärkten das braucht sich hopkins keine sorgen mehr zu machen ;-)))

  5. Ein Drang zu forschen, ein Drang zu entdecken, dieser drang wird nicht exklusiv in der Menschheit verankert sein. Diesen Drang das Unbekannte zu erforschen würde ich erwarten. Vielleicht wird es die Menschheit sein, die eines Tages diesen Drang in die Ferne des Universums tragen wird. Vielleicht werden wir die Aliens sein die unterentwickelten Kulturen (Heim) suchen, und dann ?

  6. Man kann sicherlich davon ausgehen, dass sich die Evolutionsstufe umgekehrt proportional zum Vorkommen verhält. Dementsprechend werden niedere Lebensformen, wie z.B. Mikro-Organismen, sicherlich häufig im Universum vorkommen. Intelligente Lebensformen, dazu noch hoch technologisiert, werden dagegen im Universum, selten vorkommen.

  7. Von daher ist die Wahrscheinlichkeit, schon von vornherein äußerst gering, dass raumfahrende Ausserirdische, zufällig auf die Erde stossen oder sie gezielt suchen. Hinzu kommt auch noch, dass eine so technisch aufwendige Reise, immer mit einer Notwendigkeit bzw. einen Zweck und einem Ziel verbunden ist.

  8. Von daher würden Ausserirdische sicherlich nicht, eine Reise zur Erde machen, um einfach mal unverfänglich „Hallo“ zu sagen. Dementsprechend sind Hawkins Befürchtungen, nicht ganz unbegründet. Denn Fakt ist : Der „Höherentwickelte“, verdrängt immer den „Niedrigentwickelten“. Wie zum Beispiel

  9. Als die Spanier in die Neue Welt kammen und die Indio-Kulturen auslöschten. Oder aber, als der Moderne Mensch nach Europa kam und den Neandertaler verdrängte.

  10. Da die Ausserirdischen aus dem gleichen Universum sind wie wir, unterliegen sie auch den gleichen Gesetzmäßigkeiten wie wir. Die Evolution kennt nur Anpassung und Auslese bzw. „fressen und gefressen werden“.

    1. Das Problem (neben der Tatsache, dass Du hundert Kommentare schreibst, statt einem): Wir kennen alle nur eine „Evolution“. Die der Erde. Von dieser Rückschlüsse auf die Evolution (sofern das anderswo überhaupt existiert) im gesamten Universum zu ziehen, ist nicht möglich. Genau so verhält es sich mit der Häufigkeit vom Vorkommen von Leben und der Einstufung in Hoch- und Niederentwickelt. Könnte genauso sein, dass Menschen eine ziemlich niedrig entwickelte Lebensform sind und die Verhältnisse im Universum zwischen den verschiedenen Stufen komplett umgekehrt. Aus einem einzelnen Beispiel lässt sich wenig ableiten.

      1. Für organisches Leben, sind sicherlich immer die gleichen Grundvorraussetzungen nötig. Und die sind sicherlich im gesamten Universum gleich. Hinzu kommt noch, dass organisches Leben, immer den Evolutionsgesetzen unterliegt. Von daher. Je komplexer das Leben, desto komplexer auch die Rahmenbedingungen, die dazu erforderlich sind.

      2. Jetzt machst Du schon wieder genau das gleiche. „Evolutionsgesetze“, „organisches Leben“, „Rahmenbedingungen“. Für all diese Dinge gibt es nur einen Beweis: Die Erde. Und selbst hier ist die Evolution bei verschiedenen Arten auf höchst unterschiedliche Weise verlaufen. Manche sehen noch immer aus wie vor 100 Mio Jahren und schwimmen durch die Meere, manche vermehren sich ungeschlechtlich ohne die Evolution durch genetische Mischung (viele Insekten klonen sich quasi selbst), manche haben plötzlich Städte gebaut und kommentieren Blogs. Es lässt nur wenige bis keine Rückschlüsse auf Leben auf anderen Planeten zu.

  11. Sicherlich orientiert man sich an der Erde und damit an organischen Leben, wenn man über ausserirdisches Leben nachdenkt. So definieren wir ja schliessslich Leben. Von daher : Leben auf Grundlage chemischer Elemente und physikalischer Rahmenbedingungen. Wären die Dinosaurier vor 65 Mio Jahren durch einen Asteroiden-Einschlag nicht ausgelöscht worden, hätten die Säugetiere nicht ihren Siegeszug antreten können und damit der Mensch.

  12. Das Universum besteht ja aus einer Vielzahl chemischer Prozesse und physikalischer Abläufe, wo Energie erzeugt, umgewandelt und übertragen wird. Von daher : Zustände die miteinander harmonieren und/oder nicht harmonieren und ein dementsprechendes Resultat hervorbringen. Letztendlich eine einfache 1 und/oder 0 Logik.

  13. Intelligentes ausserirdisches Leben, ist auf Grund der Vielzahl an Faktoren, die notwendig sind bzw. stimmen müssen, sicherlich rar gesät. Ganz zu schweigen, dass die Spezies genügend Zeit hat, um einen hohen Entwicklungsgrad zu erreichen, ohne vorher ausgelöscht zu werden. Das Ganze wäre daher, wie ein 6er im Lotto mit Zusatzzahl.

  14. Es ist alles nur Frequenz Wellen und Schwingung.

    Unsere Sicht ist begrenzt, siehe Licht.
    Können Wir im Infrarotem Bereich sehen? NEIN… daher können Wir die Welt und das Universum auch nur begrenzt sehen…

    Was geschieht auf der Quantenebene, was in der 4 und 5 Dimension?

    Nur weil Wir etwas nicht erfassen können, heißt das nicht, dass es nicht existiert…

  15. Wenn es Raumfahrt betreibende Zivilisation im Universum gibt, spielt sich diese Raumfahrt nur im eigenen Sonnensystem ab und damit im stellaren Bereich. Auf Grund der Entfernungen und Zeitdauer, käme interstellare Raumfahrt wohl nicht in Frage.
    ;)

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