Die Musikfundgrube: Die zehn besten Alben von Buckethead

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Der amerikanische Avantgarde-Gitarrist Brian Caroll, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Buckethead, hat bisher 47 reguläre und stilistisch sehr vielseitige Solo-Studioalben aufgenommen, betreibt nebenbei eine Unzahl weiterer Musikprojekte, spielt in einem Dutzend Bands und manchmal veröffentlicht er zwischendurch auch limitierte Box-Sets mit seiner Musik, die dann schon mal aus 13 CDs voller neuer Songs bestehen können. Im Grunde wirft der manische Workaholic, der immer wieder in Musikmagazin-Listen unter den besten Gitarrenspielern aller Zeiten landet, seit Jahren etwa alle zwei bis drei Monate ein neues Album auf den Markt. Es ist wirklich schwer, in dieser Flut an Veröffentlichungen irgendeine Art von Überblick zu behalten, wenn man noch andere Dinge im Leben zu tun hat, als Buckethead zu hören. Der Versuch einer subjektiven Auflistung seiner besten Alben mit Anspieltipps auf YouTube:

1. Population Override

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„Population Override“ ist nicht Bucketheads radikalstes Album, nicht sein schnellstes, nicht das experimentellste, nicht das technischste und nicht das schönste. Aber es ist vielleicht die ausgewogenste Veröffentlichung, die Platte, auf der alle Teile seines Stils gleichzeitig vorhanden sind und nahtlos in grandios komponierten Songs zusammenspielen. Ein echter Klassiker der Endlosdiscographie, den man auch Einsteigern empfehlen kann.

Anspieltipp: ‚Unrestrained Growth‘

2. Inbred Mountain

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Persönlicher Favorit. Hat alles, was ein Buckethead-Album haben muss (schnelles Gitarrenshredding, durchgeknallte Soli, erinnerungswürdige Melodien), vermischt das aber zusätzlich mit einer absurden Story, die in den Songtiteln erzählt wird und mit verdammt viel experimentellen Sounds und Strukturen, die sich dennoch zu jeder Zeit dem Songwriting unterordnen müssen (das ist bei Weitem nicht auf jedem seiner Alben so, oft übernimmt auch das Progressive die Kontrolle).

Anspieltipp: ‚Lotus Island‘

3. Shadows Between The Sky

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Absolut kohärentes und eher ruhiges, aber trotzdem komplexes Album, das einer der Nachfolger des hochgelobten „Electric Tears“ sein könnte. Das Songwriting auf „Shadows Between The Sky“ bleibt die ganze Strecke auf sehr hohem Niveau, ufert aber nie zu sehr in Unverständlichkeit aus. Ein weiteres Album, dass man auch einem Buckethead-Einsteiger in den Schrank stellen kann, um ihn mit der Musik anzufixen, bis er die radikaleren Sachen hören will.

Anspieltipp: ‚Inward Journey‘

4. Colma

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Vorwiegend auf akustischen Gitarren basierende Veröffentlichung mit zum Sterben schönen Melodien, die stellenweise fast überkitschig und -mainstreamig wirkt. Erreicht und berührt (wie von mir durch Mixtapeinklusion mehrfach empirisch nachgewiesen) sogar viele derjenigen Menschen, die mit der Musik von Buckethead ansonsten gar nichts anfangen können.

Anspieltipp: ‚For Mom‘ (leider nur Liveversion, das Album ist auf YT gesperrt)

5. Decoding the Tomb of Bansheebot

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Die archetypische Repräsentation der jüngeren Veröffentlichungen: Ein experimentfreies, streckenweise stark metallastiges Straight-Forward-Bucketheadalbum mit einer Tonne guter Melodien und Riffs, die es zu entdecken gilt. Dazwischen immer wieder super-emotionale Momente, wie im phänomenalen (aber für die Platte untypischen) Album-Closer ‚Sail On Soothsayer‘, der zu den Fan-Lieblingen aus dem langen Gesamtkatalog gehört.

Anspieltipp: ‚Materializing The Disembodied‘

6. Death Cube K: Dreamatorium

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Das Debüt aus der Reihe von fünf regulären Alben (plus einem 5 CD-Boxset), die Buckethead unter dem Anagramm „Death Cube K“ veröffentlicht hat und wahrscheintlich das empfehlenswerteste davon: Minimalistisch-psychedelische Ambient-Gitarrensounds mit Überlänge und einem sehr bedrohlichen Science Fiction-Vibe, die man unter dem Kopfhörer genießen sollte.

Anspieltipp: ‚Land Of The Lost‘

7. Electric Tears

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Wohl eines der im Mainstream bekanntesten Alben vom Buckethead aus der Phase, in der er durch seinen Einstieg als Nachfolger von Slash bei Guns N‘ Roses massiv an Aufmerksamkeit gewann. Fast alle „verschiedenen Instrumente“ auf „Electric Tears“ sind Gitarren und es gehört neben dem akustischen „Colma“ zu seinen ruhigsten Alben. Ein Meer von zerfließenden Soli und grandiosen Soundteppichen.

Anspieltipp: ‚Sketches Of Spain (For Miles)‘

8. Thanatopsis: Anatomize

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Einer meiner Favoriten der vielen Buckethead-Nebenprojekte: Zusammen mit dem Keyboarder Travis Dickerson und dem Drummer Ramy Antoun schüttelt der Eimermann auf insgesamt drei Alben unter dem Namen Thanatopsis funkig-jazzige Stücke aus dem Ärmel, die sexy as Hell durch die Gehörgänge nudeln und fiepen.

Anspieltipp: ‚Break Even Point‘

9. Captain EO’s Voyage

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Ebenfalls kein typisches Buckethead-Album: „Captain EO’s Voyage“, aufgenommen als Tribut an verstorbenen Michael Jackson ist voll mit emotionalen, spacigen Gitarrentracks, die mitunter die bewegendsten Momente beinhalten, die man in Bucketheads Werk finden kann. Ein Album, das eigentlich so ziemlich jeden Musikfan irgendwie erreichen sollte.

Anspieltipp: ‚Captain EO’s Voyage‘

10. The Cuckoo Clocks Of Hell

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Eines der härteren Buckethead-Alben: Minutenlanges Metal-Geschredder und Riffs in atemberaubender Geschwindigkeit, vertrackte und in sich verschachtelte Songs ohne leicht durchschaubare Struktur. Fühlt sich teilweise wie eine abgefahrene Jam-Session eines manisch besessenen Gitarristen auf Amphetamin an, hat aber immer wieder auch ruhige und relektierte Momente und ist musikalisch auf extrem hohem Niveau.

Anspieltipp: ‚One Tooth Of The Time Train‘

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