Der Shitstorm als Mittel der politischen Kommunikation

twitter4a

Erika Steinbach hat aus ihrer Perspektive alles richtig gemacht: Ihre Botschaft verbreitet sich in Windeseile im Netz. Zum Tode von Helmut Schmidt kramte die Berufspolitikerin und -Provokateurin ein uraltes Zitat Schmidts über „Ausländer“ heraus und twitterte es zusammen mit einem Photo des verstorbenen Altbundeskanzlers. In schwindelerregender Geschwindigkeit sprangen Politiker, Journalisten, sogenannte Influencer (i.e. Menschen mit vielen Followern auf Twitter), abertausende Durchschnittsnutzer, aber auch Fernsehfiguren und Prominente wie Jan Böhmermann über das Stöckchen und verbreiteten unfreiwillig die Botschaft von Erika Steinbach („Wir können nicht mehr Ausländer verdauen“), indem sie sie verlinkten und sich darüber empörten. Der Shitstorm als Mittel der politischen Kommunikation weiterlesen

Sollte man „besorgte Bürger“ konsequent als Nazis bezeichnen?

NazisHeader

Nachdem ich zum Thema „Hass im Netz“ oder „Umgang mit besorgten Bürgern“ in den letzten Wochen geschätze 2 Millionen Artikel gelesen habe, die verschiedenste Positionen vertraten und die allesamt eher emotional geprägt waren, ist dieser Artikel ein Versuch, den Thematik etwas strukturierter zu betrachten. Vor allem die Frage, ob man die „besorgten Bürger“ pauschal als „Nazis“ bezeichnen sollte / kann oder ob man doch den Dialog mit ihnen suchen sollte, stellt sich immer wieder. Ich möchte einmal experimentell durchspielen, welchen Effekt Ersteres hat, um zu klären, ob dieses Vorgehen sinnvoll ist.
Sollte man „besorgte Bürger“ konsequent als Nazis bezeichnen? weiterlesen

Blogger ohne Meinung.

keinemeinung

Ich habe keine Meinung zum Twitteraufreger „Blockempfehlung“, weil mir einerseits durchaus bewusst ist, wie superätzend und belastend Trolle in sozialen Netzwerken sein können, mir anderseits aber auch klar ist, dass die Vorgehensweisen „Pranger“ und „Ausgrenzung von kritischen Meinungen“ ein mittelalterliches Verhalten sind, das eine moderne Gesellschaft überwunden haben sollte. Ich glaube aber zu wissen, dass Menschen, die sich exzessiv mit einem solchen Thema auseinandersetzen, eher unglückliche Figuren sind, die lieber mal den Rechner ausschalten und einen Waldspaziergang machen sollten.

Meine Bewertung der aktuellen Ereignisse in Hamburg liegt irgendwo in der Mitte. Blogger ohne Meinung. weiterlesen

Parteiencheck in 140 Zeichen

votehead

Ich interessiere mich wenig bis gar nicht für aktuellen Politklatsch, Fernsehtalkshows oder Politiker als Personen, würde mich aber als politisch interessierten Menschen bezeichen, der sich im Zweifel auch Parteiprogramme komplett durchliest und Nichtwähler für Idioten hält. Hier sind meine Einschätzungen aller Parteien in jeweils maximal 140 Zeichen. Parteiencheck in 140 Zeichen weiterlesen