Der Holocaust-Leugner in meiner Freundesliste

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Als eine gute Bekannte von mir vor eineinhalb Jahren durch falsche Bekanntschaften an ihrer Uni für einige Monate zur AfD-Anhängerin wurde, habe ich sie nicht aus der Liste meiner Facebook-Freunde gelöscht.

Ich habe mehr oder minder geduldig (in jedem Fall aber beständig) gegen den Unsinn argumentiert, den sie zu dem Zeitpunkt in zunehmendem Maße veröffentlichte und gehofft, dass sie mit der Hilfe ihrer durchaus vorhandenen Intelligenz irgendwann einsehen würde, dass sie gerade in eine Art Sekte gerät, die ihre Weltsicht immer weiter verengt. Ich habe gehofft, dass sie irgendwann merkt, dass nur noch ihre neuen Freunde ihre Meinungen „liken“ und ihre alten Freunde zunehmend von ihr irritiert sind und sich abwenden. Ich habe gehofft, dass sie diese Erkenntnis haben würde und dass ihr das klarmachen würde, wie radikal sie sich gerade verändert. Und das ist irgendwann tatsächlich geschehen. Sie hat inzwischen nichts mehr mit der AfD zu tun und heute können wir gemeinsam darüber lachen, dass sie diesen Leuten auf den Leim gegangen ist. Der normale Facebook-Wahnsinn. Der Holocaust-Leugner in meiner Freundesliste weiterlesen

Ein Review von Snapchat von einem, der die App noch nie vorher benutzt hat

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Diese App ist die Zukunft. Natürlich. Auch die Zukunft des Journalismus. Und jetzt schon eine wichtige, wenn nicht gar DIE „Nachrichtenquelle“ für seine Nutzer. So steht es zumindest bei Spiegel Online: „Diese App mischt die Medienbranche auf“, Nutzer bekämen dort „längst professionell produzierte Multimedia-Geschichten angeboten“, nachdem die App früher ein „Sexting-Netzwerk für Nacktbilder“ gewesen sei. Ein Review von Snapchat von einem, der die App noch nie vorher benutzt hat weiterlesen

„Suche: Qualitätsjournalismus im Netz, biete: Geld“

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Der deutsche Online-Journalismus will mich nicht als Kunde. Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwer, mich als Kunden für Journalismus im Netz zu gewinnen. Ich bin sofort bereit, nicht nur Werbung in Kauf zu nehmen, sondern sogar für Texte im Netz zu bezahlen. „Suche: Qualitätsjournalismus im Netz, biete: Geld“ weiterlesen

Selbstgeschriebene Noten bei Twitter und Facebook posten – ein Social Media-Experiment

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Ich bin kein Musiker und auch kein Komponist, sondern nur ein noch am Anfang stehender Hobby-Gitarrist, der Spaß daran hat, sich kleine Songs auszudenken oder selbstgeschriebene Gitarren-Riffs und -Soli zu einer songähnlichen Struktur zu kombinieren.

Genau das habe ich auch in der letzten Woche gemacht und wie immer habe ich mir das Stück aufgeschrieben. Selbstgeschriebene Noten bei Twitter und Facebook posten – ein Social Media-Experiment weiterlesen

Sollte man „besorgte Bürger“ konsequent als Nazis bezeichnen?

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Nachdem ich zum Thema „Hass im Netz“ oder „Umgang mit besorgten Bürgern“ in den letzten Wochen geschätze 2 Millionen Artikel gelesen habe, die verschiedenste Positionen vertraten und die allesamt eher emotional geprägt waren, ist dieser Artikel ein Versuch, den Thematik etwas strukturierter zu betrachten. Vor allem die Frage, ob man die „besorgten Bürger“ pauschal als „Nazis“ bezeichnen sollte / kann oder ob man doch den Dialog mit ihnen suchen sollte, stellt sich immer wieder. Ich möchte einmal experimentell durchspielen, welchen Effekt Ersteres hat, um zu klären, ob dieses Vorgehen sinnvoll ist.
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Neue Nerv-Notification verfügbar

nerv1 Eine kurze Frage: Woher haben einige deutsche Medien eigentlich die Idee, dass irgendein Nutzer Interesse daran haben könnte, Webseiten oder Apps manuell mit von ihnen selbstentworfenen Buttons zu aktualisieren? Es ist eines der nervigsten Interface-Konzepte, die ich kenne.

Auf Zeit Online reißt mich ein Popup aus meiner normalen Benutzung der Webseite, wenn es neue Inhalte gibt. Meistens bin ich davon so gestört, dass ich die Seite lieber gleich wieder schließe. Neue Nerv-Notification verfügbar weiterlesen

Fünf gute Gründe dafür, dass Sie als Journalist auf Shitstorm-Berichterstattung umsteigen sollten

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1. Alles andere generiert nicht genug Klicks

Glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich rede. Ich schreibe seit fast zehn Jahren nebenher für verschiedene Online-Magazine und hatte mehrere eigene Blogs. Wann immer ich Meinungs-Artikel über aktuelle Shitstorms und Empörungswellen im Netz geschrieben habe, brach die Hölle los. Fünf gute Gründe dafür, dass Sie als Journalist auf Shitstorm-Berichterstattung umsteigen sollten weiterlesen