Der Holocaust-Leugner in meiner Freundesliste

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Als eine gute Bekannte von mir vor eineinhalb Jahren durch falsche Bekanntschaften an ihrer Uni für einige Monate zur AfD-Anhängerin wurde, habe ich sie nicht aus der Liste meiner Facebook-Freunde gelöscht.

Ich habe mehr oder minder geduldig (in jedem Fall aber beständig) gegen den Unsinn argumentiert, den sie zu dem Zeitpunkt in zunehmendem Maße veröffentlichte und gehofft, dass sie mit der Hilfe ihrer durchaus vorhandenen Intelligenz irgendwann einsehen würde, dass sie gerade in eine Art Sekte gerät, die ihre Weltsicht immer weiter verengt. Ich habe gehofft, dass sie irgendwann merkt, dass nur noch ihre neuen Freunde ihre Meinungen „liken“ und ihre alten Freunde zunehmend von ihr irritiert sind und sich abwenden. Ich habe gehofft, dass sie diese Erkenntnis haben würde und dass ihr das klarmachen würde, wie radikal sie sich gerade verändert. Und das ist irgendwann tatsächlich geschehen. Sie hat inzwischen nichts mehr mit der AfD zu tun und heute können wir gemeinsam darüber lachen, dass sie diesen Leuten auf den Leim gegangen ist. Der normale Facebook-Wahnsinn. Der Holocaust-Leugner in meiner Freundesliste weiterlesen

Sollte man „besorgte Bürger“ konsequent als Nazis bezeichnen?

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Nachdem ich zum Thema „Hass im Netz“ oder „Umgang mit besorgten Bürgern“ in den letzten Wochen geschätze 2 Millionen Artikel gelesen habe, die verschiedenste Positionen vertraten und die allesamt eher emotional geprägt waren, ist dieser Artikel ein Versuch, den Thematik etwas strukturierter zu betrachten. Vor allem die Frage, ob man die „besorgten Bürger“ pauschal als „Nazis“ bezeichnen sollte / kann oder ob man doch den Dialog mit ihnen suchen sollte, stellt sich immer wieder. Ich möchte einmal experimentell durchspielen, welchen Effekt Ersteres hat, um zu klären, ob dieses Vorgehen sinnvoll ist.
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