Fünf Favoriten vom Bachmannpreis 2016

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Isabelle Lehn – „Binde zwei Vögel zusammen“

lehn_2Souveräne Schreibkunst, souverän vorgetragen, ein souveräner Plot mit einer intelligenten Ausgangskonstruktion: Bei dem Beitrag „Binde zwei Vögel zusammen“ (ein Romanauszug) der Leipzigerin Isabelle Lehn stimmt einfach alles. In einem nachgebauten Modell-Dorf in der Fränkischen Alb, in dem die Armee Kriegssimulationen durchführt, sind Arbeitslose im Rahmen einer Maßnahme gezwungen, über Wochen Dorfbewohner darzustellen, darunter der Ich-Erzähler, der sich in einer Gegenwart danach bei seiner Freundin an die Vergangenheit im Dorf und seine dortige Scheinexistenz als „Alladin“ erinnert und über beinahe eine Art posttraumatische Belastungsstörung durch das Erlebnis hinwegkommen muss. Und so vermischen sich in dem Text kunstvoll die Ebenen zwischen Gegenwart und Erinnerung an den simulierten Krieg im Dorf, der wiederum dem echten Krieg im Afghanistan nachgebildet wurde. Fünf Favoriten vom Bachmannpreis 2016 weiterlesen

Fünf Favoriten vom Bachmannpreis 2014

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Anne-Kathrin Heier – „Ichthys“

heierEin echtes Juwel zwischen den vielen pathetischen, geradlininien Trauer- und Gefühlsdusel-Texten (darunter natürlich alle Klassiker: Konflikte mit den Eltern, tote Kinder, Kriegstraumata), die 2014 in Klagenfurt zu hören waren: „Ichthys“ von Anne-Kathrin Heier kam zwar weder beim Publikum noch bei der Jury außerordentlich gut an Fünf Favoriten vom Bachmannpreis 2014 weiterlesen

Fünf Favoriten vom Bachmannpreis 2013.

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Benjamin Maack – „Wie man einen Käfer richtig fängt von Joachim Kaltenbach“

maack2Surreal, humorvoll, düster und mit unterschwelligem Sex: Der Hamburger Autor Benjamin Maack erzählt eine sehr typische Benjamin Maack-Geschichte, wie sie in seinem Band „Monster“ rudelweise auftauchen: „Wie man einen Käfer richtig fängt von Joachim Kaltenbach“ ist die Aufarbeitung eines mehrfachen Scheiterns. Fünf Favoriten vom Bachmannpreis 2013. weiterlesen